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Bär im Bärenwald Waldviertel von VIER PFOTEN
Therapie für traumatisierte Wildtiere
12. August 2020
Pappschwein auf einem Teller mit Messer und Gabel
 
Eines vorweg - Diese Themen sind auch für uns Menschen traumatisch - das wissen wir genau, deshalb bieten wir folgenden kostenlosen Service:
Beratung, Austausch und Stärkung

Hast du Fragen oder möchtest du dich über bestimmte Themen austauschen? Wir sehen es auch als unsere Aufgabe dir Unterstützung zu bieten und unvoreingenommen ein offenes Ohr für Menschen zu haben, die die Situation zum besseren ändern wollen, egal ob du Fleisch isst, vegetarisch oder vegan lebst.
Scheue dich nicht uns zu kontaktieren:

     

    Ein Schwein hat niemals Schwein



    Unser tagtägliches Handeln spielgelt eine massive Unterschätzung des Schweins wieder. So werden Schweine in Bedingungen gehalten, die wir unserem „besten Freund“ den Hund niemals zumuten würden. Was ist der Grund dafür, dass wir Schweine essen und Hunde lieben? Die Forschung zeigt, dass Schweine ähnliche, wenn nicht sogar höhere kognitive Fähigkeiten wie Hunde haben. So wie eine Studie der Eötvös Loránd University (ELTE) in Budapest zeigt, sind Schweine weitaus beharrlichere und eigenständigere Problemlöser als Hunde. Hunde suchen öfter mal Hilfe bei ihrem menschlichen Begleiter. (Fraga et al., 2020) Schweine geben nicht so schnell auf und versuchen ihr Glück auf eigene Faust.

    Im Clever Pig Lab der Vetmed Wien werden laufend Forschungen zu Persönlichkeiten von Schweinen gemacht, mit erstaunlichen Ergebnissen. Etwa zeigen sie, dass Schweine neben unterschiedlichen Charaktereigenschaften auch noch erstaunliche Skills an den Tag legen. (Benz-Schwarzburg et al., 2018 ab Seite 52). Die Wissenschaft sagt Schweine sind hochintelligente Tiere, vergleichbar mit Hunden. Die kognitive Dissonanz beim Menschen ermöglicht es diesen Fakt zu übersehen, was Tor und Angel für profitgierige Massentierhaltungskonzerne öffnet.

    Aufgrund der Schließung des Riesen-Schlachthof Tönnies gab es einen massiven Rückstau von Schweinen, was das fragile und krankheitsanfällige Massentierhaltungssystem ins Schwanken gebracht hat. Bei Normalbetrieb werden in diesem Schlachthof täglich 20.000-25.000 Tiere geschlachtet. 20.000 das entspricht in etwa der Einwohnerzahl einer Kleinstadt wie Schwechat. Was bedeutet das für die ohnehin schon tierwohlfragliche Fleischindustrie? Die Tiere müssen in noch prekärere Umständen ihr Dasein fristen. Die vollgestopften Ställe führen dazu, dass viele Tiere auf grausame Art und Weise sterben. (>>Quelle)

    Und warum diese ganze Leid? Damit wir ein Schnitzel um 2,5€ beim XXX-Lutz essen können – Na Mahlzeit! (>>Quelle)

    Was dagegen hilft? Sich darüber bewusstzuwerden, was man sich selbst auf den Teller packt, den Bauern und Bäuerinnen so viel zu bezahlen, dass sie Schweine auch gut halten können, oder gänzlich auf Fleisch zu verzichten. Es gibt viele Möglichkeiten die Situation zu verbessern.