Biodiversität & Artenschutz

Frida
Domestizierte Tiere
2. Januar 2019
Kuh läuft auf spanischen Strand frei herum
Tierrechte
31. Dezember 2018
Galapagos Krabbe
Das sechste Massenaussterben ist eingeläutet, wir verlieren sie tagtäglich, wenn nicht gar stündlich (vgl. Edgar O. Wilson). Es ist das erste biotische Artensterben; das heißt, es sind Lebewesen für dieses Massensterben verantwortlich – nämlich wir Menschen. Die vergangenen Massensterben waren allesamt abiotisch; das heißt, sie wurden durch Vulkane, Meteoriten oder Eiszeiten verursacht.

„Ahaa - es gab schon Massenaussterben – also ist es normal.“ Diese Annahme ist ein naturalistischer Fehlschluss. Nicht alles was es schon einmal gab und natürlich zu sein scheint, ist auch moralisch gut. Morde gab es auch schon immer, sie sind trotzdem ethisch nicht vertretbar. Wir finden es sehr schade, dass die Entwicklung in Richtung Artenausrottung so schnellen Schrittes voranschreitet. Wir wollen die Zusammenhänge verstehen, warum es überhaupt so weit kommen konnte, dass das sechste Massenaussterben eingeläutet wurde und unsere Erkenntnisse mit euch teilen. Zudem ist es unser Ziel - auch wenn dies wohl nur in geringem Ausmaß möglich ist - etwas dagegen zu unternehmen. „Das Verstummen der Welt“, wie es Autor Marcel Robischon bezeichnete, ist nämlich eine grauenhafte Vorstellung.

Der Artenschutz scheint des Öfteren mit dem Tierschutz im Konflikt zu stehen, nämlich immer dann, wenn gefordert wird, im Namen des Artenschutzes Tiere aus einem Ökosystem „zu entnehmen“ – im Klartext: sie zu töten. Wir sind davon überzeugt, dass Artenschutz auch unter anderen Bedingungen existieren kann. Beispielsweise, indem man gefährdeten Arten besonderen Schutz zukommen lässt, sie unterstützt und ihnen genug Freiraum lässt, um sich zu erholen.